Zu Cornelius Castoriadis. „Das Imaginäre im Sozialen“

Harald Wolf (Hg.): Das Imaginäre im Sozialen. Zur Sozialtheorie von Cornelius Castoriadis

Göttingen: Wallstein Verlag 2012, 136 Seiten, Euro 24,90

Rezensionsessay von Karl Reitter

„Dem aus Griechenland stammenden und ab dem Endes des II. Weltkriegs in Paris lebenden Philosophen und Psychoanalytiker Cornelius Castoriadis (1922 – 1997) blieb der große Durchbruch bis dato versagt. Ursprünglich Trotzkist wandte er sich in den 50er und 60er Jahren immer stärker vom Marxismus ab um seine eigene, höchst eigenständige und originelle Philosophie zu entwickeln. Als Mitherausgeber der einflussreichen Zeitschrift Sozialismus oder Barbarei (socialisme ou barbarie), bei der auch unter anderem Claude Lefort, Jean-François Lyotard sowie Edgar Morin mitwirken, entwickelte Castoriadis Ideen, die er zusammenfassend in seinem Hauptwerk Gesellschaft als imaginäre Institution publizierte (…)“

Quelle: http://www.grundrisse.net/grundrisse44/Das_Imaginaere_im_Sozialen.htm

Peter Decker – Die Methodologie kritischer Sinnsuche

Peter Decker. Die Methodologie kritischer Sinnsuche. Systembildende Konzeptionen Adornos im Lichte der philosophischen Tradition

Ein Text aus den Achtzigerjahren aus dem Umfeld der früheren „Marxistischen Gruppe“, die mich – nebst den Theorien von Robert Kurz und der „Situationistischen Internationale“ – intellektuell und politisch nachhaltig beeinflusste, hauptsächlich wegen der grundsätzlich kritischen Stossrichtung gegenüber philosophischer Sinnsuche.

Ein offenkundiges Problem von Theodor W. Adorno war, dass er nie genau bestimmte, was eigentlich das Negative an seiner negativen Dialektik ist. Es ist klar, dass eine allgemeine Theorie darüber die Technik des Rechnens mit negativen Grössen mit behandeln müsste. Mathematik war indessen keine Stärke Adornos, worauf folgende Passage in den „Minima Moralia“ hinweist:

„Wer alt und im Bewußtsein des gleichsam schuldenlosen Gelingens stürbe, wäre insgeheim der Musterknabe, der mit unsichtbarem Ranzen auf dem Rücken alle Stadien ohne Lücken absolviert. Jedem Gedanken jedoch, der nicht müßig ist, bleibt wie ein Mal die Unmöglichkeit der vollen Legitimation einbeschrieben, so wie wir im Traum davon wissen, daß es Mathematikstunden gibt, die wir um eines seligen Morgens im Bett willen versäumen, und die nie mehr sich einholen lassen. Der Gedanke wartet darauf, daß eines Tages die Erinnerung ans Versäumte ihn aufweckt und ihn in die Lehre verwandelt.“

Th. W. Adorno, Minima Moralia, 1944

Wenn aber das Negative bei Adorno notwendig unbestimmt bzw. unterbestimmt blieb (vom Begriff der „Dialektik“ ganz zu schweigen), was unterscheidet es denn vom Sein der Ontologen bzw. von der Positivität (dem Faktum) der Positivisten? In einem gewissen Sinne könnte man sagen, dass Adorno dort aufhört, wo Hegel anfängt (was auch ein weiterer berühmter Aphorismus in den „Mimima Moralia“ nahelegt).

 

 

Anerkennung oder Selbsterhaltung? (Alfred Flacke)

 

Kurze Einführung in eine neue Theorie der Herrschaft

Seit dem zwanzigsten Jahrhundert wird die Endlichkeit der Erde unübersehbar und die Vergeudung ihrer Ressourcen wird zum unwiederbringlichen Verlust. Menschen zerstören weltweit ihre eigene Lebensgrundlage. 

Aber seit der nicht enden wollenden Finanzkrise wächst auch ein neues Bewusstsein für die Notwendigkeit, unsere Beziehung zur Welt und damit unser Denken, Fühlen und Handeln grundsätzlich zu verändern. Wir wollen verstehen, wie wir das Leben auf dieser Erde erhalten und menschenwürdig gestalten können. Doch Herrschaft und Konkurrenz verhindern die unerlässliche freie Zusammenarbeit. Sie sind tatsächlich überflüssig, aber sie wirken scheinbar unausrottbar und viele glauben, Machtgier und Herrschsucht gehörten zur menschlichen Natur. Aber gerade dadurch wird ihr verhängnisvolles Wirken verlängert. 

Aber auch Solidarität ist nicht länger eine Utopie, sie ist zur Überlebensmaxime der Menschheit geworden.

In Anbetracht dieser Lage formuliere ich einige Thesen zur Entstehung und zum Wirken von Herrschaft. Sie werden in meiner Dissertation über „Anerkennung oder Selbsterhaltung“ ausführlich erörtert. Die wichtigsten, will ich hier kurz vorstellen.

Die bürgerliche, aufgeklärte Form der zivilisierten, durch Herrschaft bestimmten Gesellschaft ist seit der Neuzeit durch eine universale Ausdehnung von Herrschaft auf alle Lebensbereiche charakterisiert. Tatsächlich war schon ihre Etablierung in der Zivilisation ein langwieriger und schwieriger Prozess. In einem Buch, das ich auf einer der folgenden Seiten vorstelle, habe ich in möglichst verständlicher Weise einiges davon zusammengestellt, was wir darüber heute wissen. (BUCH)

Die zunehmende Dominanz der Individualität in der Selbstwahrnehmung bürgerlicher Menschen bei gleichzeitig zunehmender Bedeutungslosigkeit des Individuums im System der Ökonomie wird sichtbar in neuen Formen herrschaftlicher Systeme, vor allem in der kapitalistischen, auf individuellen Lohn und Gewinn zielenden Arbeit. Bürgerliche Individuierung geschieht mittels inszenierter, Konkurrenz produzierender Selbsterhaltung und in pseudoindividualisierender Ich-Inszenierung in der Produktion/Reproduktion der Gesellschaft. Herrschaft wirkt in der Struktur der Gesellschaft und im Wahrnehmen, Denken und Handeln der durch sie geprägten Individuen. Sie ist der zentrale Motor des bürgerlichen Sozialisierungs- und Individuierungsprozesses. 

Hegel beschreibt die Selbstwerdung schon vor zweihundert Jahren als durch Herrschaft bestimmte Anerkennung, in der Kampf und Liebe, Selbstbehauptung und Selbstaufgabe das Ich formen. In ihr verwirklicht sich die Herrschaft, in welcher ein Wille zur Macht auf einen Willen zur Ohnmacht trifft. Vor diesem Hintergrund erscheint aber zugleich eine solidarische, herrschaftslose Menschheit als denkbare Alternative, welche individuelle Freiheit mit freier Kooperation verbindet. Herrschaft lässt sich so als Perversion eines ursprünglich solidarischen Verhaltens erkennen. 

Ein verbreitetes Verhalten wie „Selbsterhaltung“ gilt vielen vermutlich auch wegen seiner Verbreitung als „Naturgesetz“. Dasselbe gilt auch für die Begründung scheinbar allgegenwärtiger Herrschaft. Universale Verbreitung und die alles durchdringende Wirkung von Herrschaft bestätigen aber keine Naturgesetze. Auch die Basis bürgerlicher Ökonomie, die konkurrenzbestimmte Individuation in zivilisierten Gesellschaften lässt sich nicht als solches nachweisen. Dabei wird nämlich außer Acht gelassen, dass die seit langem bestehenden, verfestigten Formen und Systeme der „Selbsterhaltung“ von Staaten und Individuen konkurrenzfreie Alternativen gar nicht erst zulassen. Nicht zufällig ist die Kennzeichnung als „Selbsterhaltung“ als Begründung der Teilnahme an diesen Systemen plausibel, denn offensichtlich wird jedes abweichende Verhalten zur Gefährdung des Individuums. 

Herrschaft wird in der Regel als staatliche verstanden. Sie sichert die Machtausübung auf Dauer durch grundsätzliches Einverständnis (Konsens) der Beherrschten, die also von ihrer Legitimität überzeugt werden müssen. Nach meiner Ansicht äußert sie sich zwar auch als staatliche Herrschaft, sie funktioniert und reproduziert sich aber auf der Basis einer andauernden und umfassenden herrschaftlichen Formierung der Mitglieder der bestehenden Herrschaftsgesellschaften.

Herrschaft ist demnach in zivilisierten (also auch in bürgerlichen) Gesellschaften Ursprung, Ausdruck und Folge herschaftlichen Selbstverständnisses und der Beziehungen ihrer Mitglieder. Sie ist die gelernte Weise der Welt- und Selbstbeziehung des zivilisierten Menschen, also seiner Wahrnehmung, seines Verstehens, seiner Interaktion.

Ursache und Ausdruck (und Indiz) der bestehenden Herrschaft ist ein in der zivilisierten und erst recht in der bürgerlichen Gesellschaft wirkender, grundsätzlicher Widerspruch, den ich folgendermaßen darstellen möchte: Die hochgradig arbeitsteilige Produktion und Reproduktion der Gesellschaft und ihrer Mitglieder beruht auf gesellschaftlicher Kooperation und zugleich und im äußersten Widerspruch dazu auf individueller Konkurrenz. Damit die prinzipielle Konkurrenz die unverzichtbare Kooperation nicht zerstört, wird diese durch Herrschaft gesichert. Es ist dieselbe Herrschaft, welche die zerstörerische Konkurrenz hervorruft. 

Die notwendig erscheinende, aber katastrophale Folgen erzeugende Herrschaft wäre also überflüssig, wenn die selbstverständliche Kooperation nicht durch Unfreiheit und Konkurrenz zugleich erzeugt und grundsätzlich gefährdet wäre. Aber ist das überhaupt vermeidbar? Wenn die Kooperation – frei oder unfrei – sich in der Evolution des Menschen herausgebildet und erhalten hat, bezeugt das ihre Notwendigkeit für die menschliche Art. Ihre evolutionäre Durchsetzung bedeutet auch, dass nicht kooperierende Gruppen nicht überleben konnten. Nach den Erkenntnissen der Naturwissenschaft ist die gleichzeitige dauerhafte Entwicklung eines völlig entgegengesetzten, also unkooperativen Verhaltens in derselben Art extrem unwahrscheinlich.

Die übliche These, dass eine Art, die nur durch Kooperation überleben konnte, ein Verhalten individueller „Selbst“-erhaltung, also prinzipieller, auf Elimination des anderen zielender Konkurrenz entwickelt hätte, erweist sich also als absurd.

Die These schließlich, konkurrenzbestimmte, unfreie und herrschaftsförmige Individuation sei als nachträgliche Störung der freien Kooperation, also eines erfolgreichen Modells der Evolution, entstanden, halte ich für wahrscheinlich. Nach meiner Auffassung ist die individuelle Konkurrenz aber zugleich Ursache, Ausdruck und Folge der Herrschaft; derselben Herrschaft, die die von ihr erzeugte kooperationsschädliche Form der Individuation, in der sie zur Erscheinung kommt, kontrollieren soll.

Herrschaft hat demnach einen Anfang am Beginn der Zivilisation. Ich vermute, dass es vor der herrschaftlichen Zivilisation alternative, herrschaftslose Gemeinschaften gegeben hat, die, nach der Entstehung von herrschaftsbestimmten Gesellschaften, durch diese ohne deutlich sichtbare Spuren zu hinterlassen, unterworfen wurden.

Vermutlich wird die herrschaftliche Störung der Evolution, also die derzeitige Herrschaftsordnung der Welt, vergehen, wie das Patriarchat sich nach Jahrtausenden unbestrittener Herrschaft bereits auflöst.

Die solidarische Alternative ist nicht das arbeitsfreie Paradies, wie es die Bibel in der Interpretation von Zwangsarbeitern darstellt. Ohne Herrschaft müssen wir auch nicht eine Gesellschaft von in unzivilisierte „Natur“ zurückfallenden „Barbaren“ werden. Vermutlich liegt die Zukunft der Menschheit in der Gemeinschaft der ihre natürliche Verwandtschaft und Abhängigkeit bejahenden und sorgsam und kooperativ in gemeinsame und zugleich individuelle Freiheit verwandelnden Menschen.

Möglicherweise kann die erneuerte Demokratie in der wiedergewonnenen Solidarität der Menschen „aufgehoben“ werden. Im Hinblick auf die Kürze der geschichtlich überblickbaren Zeit und damit auf die ebenso kurze Dauer der herrschaftlichen Zivilisation angesichts der Zeitdimensionen im evolutionären Maßstab scheint die Evolution menschlicher Gesellschaft noch offen. Ist Herrschaft also tatsächlich eine Störung des Prozesses, wird sie verschwinden – oder die menschliche Art. (…)

Quelle:http://www.osnanet.de/alfred.flacke/Anerkennung-oder-Selbsterhaltung.html

Die Situationistische Internationale und die Zeit der Studentenrevolte (SM)

„Die SituationistInnen waren radikale (Anti-)KünstlerInnen und Intellektuelle, deren Ideen und Praktiken für die Bewegung der Besetzungen im französischen Mai 1968 eine gewichtige Rolle spielte. Der Künstler Asger Jorn und der Filmemacher Guy Debord waren die wichtigsten Gründer und Organisatoren der ‚Internationale Situationniste‘. Wenn diese Internationale im deutschen Sprachraum überhaupt bekannt ist, dann nur wenigen Künstlern, Kunstsammlern und Galeristen, sowie einigen wenigen ganz anders Interessierten aus einer jüngeren Generation, die die situationistische Propaganda im Mai 1968 oder später gefunden und schätzen gelernt hatten. Auch wer die Situationistische Internationale nicht kennt, hat vielleicht schon Sätze gehört wie „Arbeitet Nie!“ oder „Genießen ohne Hemmungen!“, die zu emblematischen Losungen der Revolte wurden…“

Die verlinkte Seminararbeit entstand 2009 aus einem Vortrag heraus, den ich 2006 an der Universität Fribourg (Schweiz) im Fach Geschichte zu der Achtundsechziger-Bewegung gehalten hatte. Selbstverständlich distanziere ich mich von meinen damals vertretenen politischen und auch sonstigen Überzeugungen.

Die Situationistische Internationale und die Zeit der Studentenrevolte (S.M.)

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Gummibärchen an der Generalversammlung (SM)

Ein persönlicher Bericht zur Besetzung der Sorbonne, Paris 2006 mit Fotos, Kommentaren und umfangreicher Dokumentation zur Studenten- und Arbeiterbewegung im Anhang

Ich habe vom September 2005 bis August 2006 ein Jahr in Paris an der Universität Sorbonne Paris IV studiert (Geschichte und Germanistik) und im Maison de Norvège der Cité Universitaire Internationale de Paris gewohnt. Selbstverständlich distanziere ich mich von meinen damals vertretenen politischen und auch sonstigen Überzeugungen. Namen von realen Personen wurden geändert.

Gummibärchen an der Generalversammlung (S.M.)

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Schnittstellen von Chaos und Ordnung (SM)

Am Samstag vor einer Woche gab es im Tagesanzeiger-Magazin einen für mich ernüchternden Bericht über den Konformismus der heutigen Jugend. Super brav = super gut. Wirklich? Haben wir, als Menschheit, noch Chaos in uns, um einen tanzenden Stern gebären zu können? Die Maturarbeit im Fach Physik zum Thema Chaostheorie kann als mein erster Versuch gedeutet werden, reduktionistische Weltbilder zu kritisieren. Die Mathematik war schon damals nicht meine grösste Stärke, was man an den fehlerhaften Populationsgleichungen im zweiten Kapitel sieht, aber für die Note 5.5 beziehungsweise 6 bei der mündlichen Präsentation hat es trotzdem gereicht.

Maturarbeit – Schnittstellen von Chaos und Ordnung (S.M.)

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Kritische Untersuchung des Werks von Michéa (Anselm Jappe)

La critique porte autant sur la compréhension par Jean-Claude Michéa de la source du libéralisme (dans son Empire du moindre mal, J.-C. Michéa soutient que la logique des intérêts calculés est apparue comme un moindre mal comparativement aux religions et à la morale qui ont plongé l’Europe dans des guerres interminables), que sur la solution qu’il esquisse pour ne pas sombrer dans le despotisme qui guette les sociétés libérales où le sens du commun s’étiole : le développement de la common decency, de l’amitié, de l’entraide, de la réciprocité, toutes choses animées par l’esprit du don, dont Anselm Jappe relève bien les ambiguïtés. Le tout inspiré par Marx, à la réhabilitation duquel A. Jappe oeuvre par ailleurs (…)

Quelle: http://www.journaldumauss.net/?Examen-critique-de-l-ouvrage-de